Glöcklerkappe

Adventkalenderchallenge Tag 18: Mini-Glöcklerkappe als Lampe

glöcklerkappe_gross.jpg

Ja – Das ist meine Inspirationsquelle. Eine Original-Ebensee-Glöcklerkappe, die ich am Garstner Adventmarkt fotografiert habe. Ich wünschte, ich könnte euch von meinem eigenen Werk schon mehr zeigen, aber leider bin ich selbst noch nicht weiter damit voran gekommen, als so:

glöcklerkappe.jpg

Dieser Version ist etwa 50cm breit und wurde mit Cutter und Lochzange bearbeitet. Natürlich soll sie auch noch mit buntem Transparentpapier geschmückt werden und muss noch „montiert“ werden.
Vielleicht kennt jemand von euch diesen regionalen Brauch?
Auf www.brauchtumskalender.ooe-volkskultur.at ist er folgendermaßen beschrieben:

In der letzten Rauhnacht, in der Nacht vom 5. auf den 6. Jänner, finden nach Einbruch der Dunkelheit in Ebensee und in weiteren Orten des Salzkammergutes und mittlerweile auch des Voralpengebietes die Glöcklerläufe statt.

Die Glöcklerläufe sind Ende des 19. Jahrhunderts als Heischebrauch in Ebensee entstanden. Zunächst wanderte der Brauch nach Bad Ischl und breitete sich dann auf die traunabwärts liegenden Orte aus.

Die Glöckler ziehen dabei in weißen Gewändern durch die Winternacht von Haus zu Haus. Mit ihren kunstvoll gearbeiteten, hell leuchtenden Glöcklerkappen sind sie eine Besonderheit im winterlichen Brauchtum.

Diese mit Kerzen von innen beleuchteten Hauben sind bis zu zweieinhalb Meter lang, etwa eineinhalb Meter hoch und wiegen nicht selten bis zu 15 kg. Sie bestehen aus Holzgestellen in unterschiedlichen Formen, die mit schwarzem Tonpapier bespannt sind. In dieses wurden Muster aus Blumen-, Weihnachts- und Heimatmotiven geschnitten und die so entstandenen Löcher mit transparentem Buntpapier hinterklebt.

Immer wieder werden die Glöckler gerne mit heidnischem Glauben in Verbindung gebracht. Sie seien Lichtbringer, welche die Dunkelheit und Kälte durch Licht und Wärme besiegen. Das Heil und der Segen der guten Geister sollen gewonnen und die bösen Geister der Finsternis vertrieben werden. Das Klingen der schweren Glocken, die sie umgebunden haben und der Rhythmus ihrer Schritte soll das unter der Schneedecke liegende Getreide aufwecken und zum Wachsen bringen.

Die Glöckler laufen in sogenannten Passen. Je nach Gemeinde laufen sie unterschiedliche Figuren, etwa Achter und Kreise, oder singen auch Hirten- und Weihnachtslieder. Dafür erhalten sie freiwillige Spenden und Verpflegung, meist Glühwein, Schnaps und traditionellerweise den Glöcklerkrapfen.

Der Ebenseer Glöcklerlauf wurde im Jahr 2010 in die Liste der immateriellen Kulturgüter der UNESCO aufgenommen.

Für einen lieben Menschen, der ursprünglich aus Ebensee stammt, möchte ich jetzt also diese Mini-Glöcklerkappe basteln und – aus Sicherheitsgründen – mit einer elektrischen Lampe beleuchten.

Hier ein paar Fotos aus der Entstehungsphase:

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